Am 27. März 2009 wurde eine PHOTOVOLTAIKanlage mit einer Leistung von 117 kWc in Betrieb genommen. Es handelt sich um die grösste, in ein bestehendes Dach eines landwirtschaftlichen Gebäudes integrierte Solaranlage im Kanton Bern. Diese Installation mit einer Fläche von 870 m² erzeugt etwa 113.000 kWh pro Jahr. Dies ermöglicht die Versorgung von 21 durchschnittlichen Haushalten mit 90 % Energieverlust oder 113 städtische Haushalte, die entsprechend den Minergie-P-Normen renoviert wurden.
Familie Guggisberg zeigt mit dem Dach ihres landwirtschaftlichen Gebäudes, wie die Landwirte zu Energieerzeugern werden können. Der Betrieb befindet sich auf 900 m Höhe und profitiert somit von einer exzellenten Sonneneinstrahlung. Die Installation ist auf bemerkenswerte Art und Weise first- und dachbündig in die Dachstruktur integriert. Auch an den Seiten- und Traufenden ist die Anlage perfekt eingepasst. Jedes Jahr fallen auf der Grimsel etwa zwei Meter Regen pro Quadratmeter (dies entspricht etwa zwei Tonnen): Wenn man sich vorstellt, dass dieser Regen von einer Höhe von 400 m fällt, könnte man eine hydroelektrische Produktion von 2 kWh/m²a erzielen. Wenn die Familie Guggisberg Bäume und Sträucher wachsen lässt, um die Biomasse des Holzes zu nutzen, würde sie pro Quadratmeter 3 bis 5 kWh Energie gewinnen. Mit der Solarenergie produziert dieser bernische Betrieb nun 130 kWh/m2 Solarstrom. Pro Quadratmeter Fläche PHOTOVOLTAIKanlage erhält man demnach 40 Mal mehr Energie als mit Biomasse und 65 Mal mehr als mit Wasserkraft. Leider kann der Solarstrom im Gegensatz zur Biomasse und zum Wasser in Stauseen nicht gespeichert werden. Jede Energieform bietet somit Vor- und Nachteile, die es ganz gezielt zu nutzen gilt. |
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